
Venedig: EU streicht Geld für Kunst mit russischem Beigeschmack
Die Europäische Union hat der Kunstbiennale in Venedig zwei Millionen Euro Fördergelder gestrichen, weil dort russische Künstler teilnehmen dürfen. Das ist das erste Mal seit Beginn des Ukraine-Kriegs, dass Russland bei der berühmten Schau wieder dabei sein darf. Die EU findet das gar nicht lustig und zieht sofort den Stecker beim Geldbeutel. Wenn kein Geld mehr fließt, müssen die Künstler in Venedig jetzt wohl mit Leitungswasser statt Champagner malen. Bundesaußenminister Johann Wadephul lobte die harte Linie und sagte, dass man Kunst nicht mit russischem Kaviar mischen dürfe. Man wolle in Venedig schließlich schöne Bilder sehen und keine Urlaubsfotos aus dem Kreml. Die Veranstalter stehen nun vor einem Problem: Ohne die Millionen reicht das Budget gerade noch für drei Eimer Wandfarbe und einen gebrauchten Pinsel vom Baumarkt. Vielleicht können die Russen ja ihre eigenen Farben mitbringen, solange sie nicht im Dunkeln leuchten. Finanzminister Lars Klingbeil rechnet derweil schon aus, wie viele Schlaglöcher er mit den gesparten zwei Millionen in Berlin stopfen kann. Wahrscheinlich reicht es genau für ein halbes Loch auf der Friedrichstraße. Am Ende bleibt Venedig nur die Hoffnung auf reiche Touristen, die für ein Selfie mit einer leeren Leinwand bezahlen. Kunst kommt eben von Können, aber ohne Kohle ist es am Ende doch nur ein nasses Hobby in einer sinkenden Stadt.