
Neuer CHP-Club: Özels Rache gegen Erdoğan wird zum Party-Kracher
In der Türkei sorgt der Politiker Özgür Özel für Wirbel, weil er nach seinem Rauswurf als CHP-Chef einfach eine völlig neue Partei gründet. Die Richter hatten ihn im Mai abgesetzt, doch Özel denkt gar nicht an den Ruhestand. Seine neue Gruppe könnte im Parlament sofort zur stärksten Kraft nach der Regierung werden. Das ist politisches Judo auf hohem Niveau: Wenn dich einer aus der Wohnung wirft, kaufst du einfach das ganze Haus und änderst die Schlösser. Die Wähler finden das super, denn in der Türkei gibt es bald mehr Parteien als gute Kebab-Buden. Präsident Erdoğan schaut derweil wohl etwas nervös aus der Wäsche. Er dachte, er hätte Özel wie eine lästige Fliege weggeklatscht, aber jetzt kommt die Fliege mit einem riesigen Fliegenschläger zurück. Experten sagen, die Strategie sei genial einfach. Wenn die Justiz die alte Partei verbietet oder Chefs feuert, druckt man halt neue Visitenkarten und macht weiter. In Deutschland wäre das so, als würde Friedrich Merz die CDU verlassen und am nächsten Tag die CDU 2.0 Plus Ultra eröffnen. Özel sammelt die enttäuschten Bürger ein wie ein Staubsauger den Staub nach einer wilden Party. Am Ende wird es im Parlament eng. Wenn Özel so weitermacht, gründet er nächste Woche wahrscheinlich noch eine Fluggesellschaft und eine eigene Eissorte, nur um Erdoğan weiter zu ärgern.