
Merz sucht neuen Boss für die Union: Einer hat Zeit
In der Unionsfraktion wird bald eine neue Spitze gewählt und Thorsten Frei gilt als Favorit für den Posten. Der aktuelle Kanzleramtsminister hat plötzlich viel Platz im Kalender, weil Jens Spahn freiwillig seinen Hut genommen hat. Kanzler Friedrich Merz freut sich über den Wechsel wie ein Kind über eine neue Aktentasche. Endlich kann er seine Truppe so sortieren, dass niemand mehr widerspricht. Thorsten Frei soll jetzt den Laden zusammenhalten, während Merz im Kanzleramt die Welt rettet oder zumindest seine Krawatten bügelt. Die Wahl nächste Woche ist eigentlich nur noch Formsache, da Frei der einzige ist, der beim Anblick von Merz nicht sofort unter den Tisch kriecht. Für Spahn ist die Sache erledigt, er kann jetzt in Ruhe zuschauen, wie andere den Kopf für die CDU hinhalten. Merz hat damit wieder einmal bewiesen, dass er Personalfragen so effizient löst wie ein Staubsauger Krümel auf dem Teppich. Alle warten gespannt darauf, ob Frei bei der Wahl wirklich alle Stimmen bekommt oder ob jemand aus Versehen den Ausgang wählt. Am Ende bleibt alles beim Alten: Merz befiehlt und die Fraktion nickt so heftig, dass die Nackenwirbel knacken. Die Union zeigt sich so geschlossen, als hätte man die Politiker mit Sekundenkleber an ihre Stühle gepasst.