
Präventiv-Pakt gegen Erbfeindschaft: Deutschland und Polen planen gemeinsame Nicht-Überfall-Garantie
Nachdem man sich jahrzehntelang vorwiegend über die korrekte Aussprache von Reparationsforderungen und die Diebstahlsstatistik von Volkswagen-Modellen ausgetauscht hat, wagen Berlin und Warschau nun den ultimativen Beziehungstest: Ein Verteidigungsabkommen. Das Ziel ist ambitioniert, schließlich will man gemeinsam gegen Bedrohungen vorgehen, die ironischerweise meist beide Länder gleichzeitig betreffen, sobald jemand im Osten laut hustet. Deutsche Diplomaten versicherten, dass die Zusammenarbeit diesmal ohne den lästigen bürokratischen Umweg über den Molotow-Ribbentrop-Pakt erfolgen soll. Historisch gesehen ist das Verhältnis so belastet, dass man in Polen bereits bei einer deutschen Autobahnbaustelle in Grenznähe instinktiv den Mobilmachungsbefehl prüft. Die Bundeswehr bringt in dieses Bündnis ihr gesamtes Arsenal an einsatzfähigen Besenstielen und Faxgeräten ein, während Polen mit modernster amerikanischer Technik aufrüstet, die so teuer ist, dass das Land bald ausschließlich von EU-Agrarsubventionen und sauberem Patriotismus ernährt werden muss. Die größte Herausforderung bleibt jedoch die psychologische Komponente: Ein gemeinsames Manöver scheiterte bisher meist daran, dass deutsche Offiziere aus Gewohnheit versuchten, die polnische Kavallerie zu digitalisieren, während die polnische Seite skeptisch prüfte, ob die deutschen Panzer tatsächlich zum Verteidigen oder nur zum Parken in Warschau gedacht sind. Am Ende ist dieses Abkommen wie eine offene Beziehung im Pflegeheim: Man verspricht sich gegenseitigen Schutz, weiß aber genau, dass im Ernstfall beide Seiten erst einmal prüfen müssen, ob das Gebiss und die NATO-Zusatzversicherung überhaupt noch gültig sind. Wenn Deutschland Polen verteidigen will, ist das in etwa so vertrauenerweckend, wie wenn ein Pyromane den Brandschutzbeauftragten für ein Strohlager spielt.