
Fit wie ein Turnschuh: Merz verteilt Rollatoren gegen den Fachkräftemangel
Kanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil haben ein neues Reformpaket geschnürt, um die deutsche Wirtschaft nach der Sommerpause wieder flott zu machen. Die Idee ist so einfach wie genial: Wenn die Wirtschaft schläft, muss man sie eben mit einem lauten Wecker aus dem Bett werfen. Merz möchte, dass alle Deutschen mehr arbeiten und dabei gute Laune haben, auch wenn das Konto anderer Meinung ist. Für den Kanzler bedeutet Gerechtigkeit, dass jeder die Chance bekommt, bis zum Umfallen für den Aufschwung zu schuften. Lars Klingbeil rechnet derweil im Hintergrund aus, wie viele Überstunden ein Arbeitnehmer leisten muss, damit die Staatskasse wieder glänzt. Das Paket sieht vor, dass die Menschen so viel beschäftigt sind, dass sie gar keine Zeit mehr haben, sich über die Preise im Supermarkt zu wundern. In Berlin nennt man das neue Motivation, im Rest des Landes nennt man es die Rückkehr der 60-Stunden-Woche durch die Hintertür. Wer nach Feierabend noch stehen kann, hat laut Bundesregierung einfach nicht hart genug für das Vaterland geschwitzt. Am Ende gewinnt vor allem die Fitness-Industrie, weil das Herumtragen von schweren Aktenordnern jetzt offiziell als Betriebssport zählt. Die Koalition verspricht ein neues Wirtschaftswunder, bei dem sich nur eine Frage stellt: Wer hat eigentlich das Wunder bestellt?