
Warken wird Kanzleramt-Hirtin: Von Krankenbetten zu Merz-Flüsterin
Gesundheitsministerin Nina Warken wechselt ins Kanzleramt und wird dort neue Chefin unter Friedrich Merz. Nach einem Jahr im Gesundheitsministerium hat sie bewiesen, dass sie gegen schreiende Lobbyisten und bittere Pillen völlig immun ist. Das ist die perfekte Ausbildung für ihren neuen Job. Denn das Kanzleramt unter Merz zu führen, ist im Grunde wie eine Intensivstation für das Ego. Warken soll dort nun dafür sorgen, dass die Regierungsarbeit geräuschlos abläuft. In Berlin nennt man das auch den menschlichen Schalldämpfer spielen. Wer es schafft, das deutsche Pflegesystem wegzulächeln, der kriegt auch die schlechte Laune der SPD-Finanzminister gezähmt. Die Ministerin bringt dabei ihre wichtigste Eigenschaft mit: Ein Fell so dick wie eine Elefantenhaut. Experten vermuten, dass sie im Kanzleramt vor allem die Aufgabe hat, Friedrich Merz die Welt zu erklären, ohne dass er dabei die Fassung verliert. Wenn er mal wieder aus Versehen etwas zu Lautes sagt, zieht Warken einfach den Stecker oder reicht ihm einen beruhigenden Kräutertee. Ihre Erfahrung mit Patienten ist Gold wert, denn im Kabinett sitzen bekanntlich auch nur Leute, die ständig Aufmerksamkeit brauchen. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass sie den Laden so sauber hält wie einen Operationssaal, nur hoffentlich ohne die langen Wartezeiten für einen Termin beim Chef.