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Jens Spahn ist als Chef der Unionsfraktion zurückgetreten und sorgt damit für ein großes Stühlerücken in der Regierung von Friedrich Merz. In Berlin herrscht jetzt Panik wie im Reisebüro kurz vor den Sommerferien. Wer darf bleiben und wer muss seinen Schreibtisch räumen? Merz nutzt die Gunst der Stunde und sortiert sein Kabinett neu wie einen alten Werkzeugkasten. Er sucht Leute, die noch weniger widersprechen als eine Schaufensterpuppe. Während Johann Wadephul im Außenministerium krampfhaft versucht, seinen Namen auf die Türschilder zu kleben, schwitzt Lars Klingbeil im Finanzministerium. Er weiß genau, dass Merz jeden Cent zweimal umdreht, bevor er ihn sich selbst schenkt. Die neue Strategie ist klar: Wer beim Lächeln nicht genau den richtigen Winkel zu Merz einnimmt, fliegt raus. Es werden jetzt Ministerposten vergeben wie Trostpreise auf dem Jahrmarkt. Am Ende ist es egal, wer auf welchem Stuhl sitzt, solange der Bundeskanzler die Fernbedienung behält. Die Wähler freuen sich jedenfalls über die neuen Gesichter, die sie in drei Wochen sowieso wieder vergessen haben. Politik ist in Deutschland mittlerweile wie eine Castingshow, nur dass die Jury keine Ahnung hat und das Publikum am liebsten umschalten würde. Die Union verspricht frischen Wind, aber momentan riecht es im Bundestag eher nach altem Aktenstaub und Angstschweiß.
Inland

Spahn weg: Merz sucht neues Personal zum Aussortieren

Jens Spahn ist als Chef der Unionsfraktion zurückgetreten und sorgt damit für ein großes Stühlerücken in der Regierung von Friedrich Merz. In Berlin herrscht jetzt Panik wie im Reisebüro kurz vor den Sommerferien. Wer darf bleiben und wer muss seinen Schreibtisch räumen? Merz nutzt die Gunst der Stunde und sortiert sein Kabinett neu wie einen alten Werkzeugkasten. Er sucht Leute, die noch weniger widersprechen als eine Schaufensterpuppe. Während Johann Wadephul im Außenministerium krampfhaft versucht, seinen Namen auf die Türschilder zu kleben, schwitzt Lars Klingbeil im Finanzministerium. Er weiß genau, dass Merz jeden Cent zweimal umdreht, bevor er ihn sich selbst schenkt. Die neue Strategie ist klar: Wer beim Lächeln nicht genau den richtigen Winkel zu Merz einnimmt, fliegt raus. Es werden jetzt Ministerposten vergeben wie Trostpreise auf dem Jahrmarkt. Am Ende ist es egal, wer auf welchem Stuhl sitzt, solange der Bundeskanzler die Fernbedienung behält. Die Wähler freuen sich jedenfalls über die neuen Gesichter, die sie in drei Wochen sowieso wieder vergessen haben. Politik ist in Deutschland mittlerweile wie eine Castingshow, nur dass die Jury keine Ahnung hat und das Publikum am liebsten umschalten würde. Die Union verspricht frischen Wind, aber momentan riecht es im Bundestag eher nach altem Aktenstaub und Angstschweiß.

24.07.2026, 10:00 · Ausgabe Nr. 587

Original Nachricht

Der Rücktritt von Unionsfraktionschef Spahn hat den Stein ins Rollen gebracht: Die Union wechselt auf mehreren Spitzenpositionen das Personal aus. Wer gehen muss und wer neue Ämter übernehmen soll.

Quelle: tagesschau.de