
Spahn geht freiwillig: Merz mistet endlich den Schrank aus
Jens Spahn verlässt das Kabinett und macht damit Platz für Nina Warken als neue Ministerin. Kanzler Friedrich Merz nutzt die Gunst der Stunde und räumt seine Regierung gründlicher auf als ein Student seine Wohnung nach einer WG-Party. Laut ARD-Korrespondent Markus Preiß ist diese Entscheidung ein dickes Lob für die Effizienz von Frau Warken. Merz hat offenbar gemerkt, dass man mit alten Kamellen keine neue Politik macht. Der Kanzler liebt Ordnung über alles, besonders wenn er dabei Minister wie Spielfiguren auf einem Brett herumschieben kann. Es ist ein echtes Wunder: In Berlin geht jemand ohne Tränen und Skandale. Für Spahn war der Rücktritt wohl wie das Ende eines langen Zahnarztbesuchs. Endlich darf er wieder Dinge tun, von denen er keine Ahnung hat, ohne dass das ganze Land dabei zuschaut. Nina Warken übernimmt nun den Posten und soll zeigen, dass man im Ministerium tatsächlich arbeiten kann, statt nur gut in Kameras zu lächeln. Friedrich Merz strahlt dabei wie ein Honigkuchenpferd, weil er nun endlich eine Truppe hat, die so spurt, wie er es will. Wer nicht passt, wird passend gemacht oder einfach freundlich vor die Tür gesetzt. Im Kanzleramt brennt jetzt nachts das Licht, weil Merz vor Freude seine neue Minister-Sammlung nach Alphabet sortiert.