
Schottland macht Saufen teurer: Edinburgh führt Gebühr für Gäste ein
In der schottischen Hauptstadt Edinburgh müssen Urlauber ab heute fünf Prozent mehr für ihre Übernachtung bezahlen. Die Stadt hat als erste in Schottland eine sogenannte Touristensteuer eingeführt. Wer dort schlafen will, zahlt jetzt also drauf. Das Geld soll direkt in die Stadtkasse fließen. Experten glauben, dass die Schotten das Geld für die Reinigung der Gehwege brauchen. Wer nach drei Litern Whisky versucht nach Hause zu krabbeln, möchte schließlich keine Flecken auf dem Kilt bekommen. Die Stadtverwaltung rechnet mit Millionen. Das ist fair, denn Touristen sind wie Tauben: Sie fressen viel, gucken doof und hinterlassen überall ihre Spuren. Ein Sprecher der Stadt sagte, man könne die Steuer auch als Gefahrenzulage sehen. Wer freiwillig im Regen steht und Dudelsackmusik hört, hat ohnehin die Kontrolle über sein Leben verloren. Wer sparen will, muss ab sofort im Stehen schlafen oder direkt in der Kneipe bleiben. Das ist in Edinburgh sowieso Tradition und kostet keine Hotelsteuer. Am Ende zahlen die Besucher gerne. Immerhin ist ein Urlaub in Schottland die einzige Möglichkeit, Männer in Röcken zu sehen, ohne dass es eine Wette war. Edinburgh zeigt mal wieder: Schottischer Geiz ist nur ein Gerücht, solange man das Geld von anderen Leuten nimmt.