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In Berlin feiern Hunderttausende den Christopher Street Day, während viele kleine queere Vereine gleichzeitig vor dem finanziellen Aus stehen. Die Lage ist ernst, denn Mieten steigen schneller als die Laune auf dem Wagen. Bundeskanzler Friedrich Merz findet das Problem überschaubar. Er glaubt offenbar, dass man Diskriminierung einfach weglächeln kann, solange man eine Krawatte trägt. Die Stadtverwaltung spart so hart, dass Regenbogenfahnen bald nur noch aus alten Finanzamtsbescheiden gebastelt werden dürfen. Kleine Beratungsstellen kämpfen ums Überleben, während die Politik ihnen warme Worte statt harter Euro schickt. Man kann von Konfetti allein eben keine Miete zahlen, außer der Vermieter ist ein Einhorn. Lars Klingbeil schaut derweil im Finanzministerium so tief in die leeren Kassen, dass er fast das Echo seiner eigenen Sparversprechen hört. Wenn es so weitergeht, findet der nächste CSD in einer ausgebauten Telefonzelle statt, weil für mehr der Platz nicht reicht. Berlin ohne queere Kultur wäre wie eine Currywurst ohne Sauce: Trocken, langweilig und irgendwie voll daneben. Am Ende bleibt den Clubs nur die Hoffnung, dass Glitzerstaub plötzlich als offizielles Zahlungsmittel für die Grundsteuer anerkannt wird.
Panorama

Sparkurs in Berlin: Queere Clubs müssen Glitzer gegen Altpapier tauschen

In Berlin feiern Hunderttausende den Christopher Street Day, während viele kleine queere Vereine gleichzeitig vor dem finanziellen Aus stehen. Die Lage ist ernst, denn Mieten steigen schneller als die Laune auf dem Wagen. Bundeskanzler Friedrich Merz findet das Problem überschaubar. Er glaubt offenbar, dass man Diskriminierung einfach weglächeln kann, solange man eine Krawatte trägt. Die Stadtverwaltung spart so hart, dass Regenbogenfahnen bald nur noch aus alten Finanzamtsbescheiden gebastelt werden dürfen. Kleine Beratungsstellen kämpfen ums Überleben, während die Politik ihnen warme Worte statt harter Euro schickt. Man kann von Konfetti allein eben keine Miete zahlen, außer der Vermieter ist ein Einhorn. Lars Klingbeil schaut derweil im Finanzministerium so tief in die leeren Kassen, dass er fast das Echo seiner eigenen Sparversprechen hört. Wenn es so weitergeht, findet der nächste CSD in einer ausgebauten Telefonzelle statt, weil für mehr der Platz nicht reicht. Berlin ohne queere Kultur wäre wie eine Currywurst ohne Sauce: Trocken, langweilig und irgendwie voll daneben. Am Ende bleibt den Clubs nur die Hoffnung, dass Glitzerstaub plötzlich als offizielles Zahlungsmittel für die Grundsteuer anerkannt wird.

25.07.2026, 16:01 · Ausgabe Nr. 608

Original Nachricht

Während am Pride-Wochenende Hunderttausende buntes Leben in der Hauptstadt feiern, kämpfen Inititativen, die das ganze Jahr über queere Kultur- und Communityarbeit machen, ums Überleben. Von H. Möller und L. Babst.

Quelle: tagesschau.de