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In der polnischen Oppositionspartei PiS gibt es riesigen Ärger, weil 30 Abgeordnete um Ex-Chef Morawiecki die Flucht ergriffen haben. Die alten Hardliner sind am Boden zerstört. Bisher war die PiS eine Truppe, die so eng zusammenhielt wie eine Packung Billig-Kleber. Doch jetzt ist der Kleber wohl abgelaufen. Morawiecki will nun einen liberalen Flügel aufmachen. Das ist ungefähr so, als würde ein Profi-Boxer plötzlich Ballett-Unterricht geben. Er möchte wohl zeigen, dass man auch ohne erhobenen Zeigefinger und Dauer-Wut gegen alles Moderne Politik machen kann. In der Parteizentrale herrscht Panik wie auf einem sinkenden Schiff, bei dem die Kapitäne den Ausgang suchen. Die übrig gebliebenen Abgeordneten fragen sich nun, wer eigentlich das Licht ausmacht. Vielleicht war der Name PiS einfach Programm. Wenn man so viel Druck macht, platzt die Blase irgendwann. Morawiecki nimmt seine 30 Freunde mit und spielt jetzt in einer anderen Sandkiste. Ob er dort buntere Förmchen hat, muss sich erst noch zeigen. Die Wähler sind verwirrt. Sie fragen sich, ob sie jetzt die wütende PiS oder die nur mittel-wütende PiS wählen sollen. Am Ende bleibt nur ein Haufen politischer Splitter übrig, die man mit dem Besen zusammenfegen muss.
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Polens PiS geht kaputt: Morawiecki gründet jetzt PiS-Light

In der polnischen Oppositionspartei PiS gibt es riesigen Ärger, weil 30 Abgeordnete um Ex-Chef Morawiecki die Flucht ergriffen haben. Die alten Hardliner sind am Boden zerstört. Bisher war die PiS eine Truppe, die so eng zusammenhielt wie eine Packung Billig-Kleber. Doch jetzt ist der Kleber wohl abgelaufen. Morawiecki will nun einen liberalen Flügel aufmachen. Das ist ungefähr so, als würde ein Profi-Boxer plötzlich Ballett-Unterricht geben. Er möchte wohl zeigen, dass man auch ohne erhobenen Zeigefinger und Dauer-Wut gegen alles Moderne Politik machen kann. In der Parteizentrale herrscht Panik wie auf einem sinkenden Schiff, bei dem die Kapitäne den Ausgang suchen. Die übrig gebliebenen Abgeordneten fragen sich nun, wer eigentlich das Licht ausmacht. Vielleicht war der Name PiS einfach Programm. Wenn man so viel Druck macht, platzt die Blase irgendwann. Morawiecki nimmt seine 30 Freunde mit und spielt jetzt in einer anderen Sandkiste. Ob er dort buntere Förmchen hat, muss sich erst noch zeigen. Die Wähler sind verwirrt. Sie fragen sich, ob sie jetzt die wütende PiS oder die nur mittel-wütende PiS wählen sollen. Am Ende bleibt nur ein Haufen politischer Splitter übrig, die man mit dem Besen zusammenfegen muss.

25.07.2026, 16:01 · Ausgabe Nr. 609

Original Nachricht

In Polens größter Oppositionspartei ist es zum Bruch gekommen: 30 Abgeordnete verlassen die nationalkonservative PiS - und folgen Ex-Ministerpräsident Morawiecki in einen liberaleren Flügel. Eine gefährliche Konkurrenz? Von Palina Milling.

Quelle: tagesschau.de