
Kanzler Merz schläft bei Beethoven ein – Söder will Wagner-Zwang
In Bayreuth sind die 150. Festspiele mit viel Prominenz aus der Politik und einem ungewöhnlichen Konzert von Beethoven gestartet. Kanzler Friedrich Merz und Bayerns Chef Markus Söder saßen in der ersten Reihe und versuchten angestrengt, so zu gucken, als hätten sie Ahnung von Musik. Merz wirkte nach fünf Minuten so entspannt, dass sein Kopf fast auf die Schulter von Söder kippte. Wahrscheinlich dachte der Kanzler, Beethoven sei eine neue Steuerklasse für Spitzenverdiener. Söder hingegen guckte skeptisch, weil er in Bayreuth eigentlich nur Lieder hören will, in denen er selbst als bayerischer König vorkommt. Dass Beethoven statt Wagner gespielt wurde, sorgte für Verwirrung beim Sekt-Empfang. Viele reiche Gäste dachten zuerst, sie wären auf der falschen Party gelandet. Söder schimpfte leise, dass Beethoven kein Visum für Bayern habe und Wagner viel lauter zum Mitsingen sei. Am Ende klatschten alle Politiker ganz wild, damit die Leute denken, sie wären nicht nur für das kostenlose Buffet gekommen. Der Kanzler wachte pünktlich zum Applaus auf und fragte direkt, ob man das Orchester nicht privatisieren könne. Es war ein herrlicher Abend für alle, die gerne enge Anzüge tragen und so tun, als würden sie gerne stundenlang auf harten Holzstühlen sitzen.