
Prüfungsangst vor Insekten: Indiens Bildungsminister flüchtet vor Kakerlaken-Armee
In Indien ist der Bildungsminister zurückgetreten, nachdem zehntausende Studenten der Kakerlaken-Bewegung gegen Chaos bei Hochschulprüfungen protestiert hatten. Die Demonstranten wussten genau, wie man Politiker vertreibt. Kakerlaken überleben zwar eine Atombombe, aber offenbar keinen indischen Korruptionsskandal. Der Minister sah die Krabbeltiere auf den Straßen und dachte wohl, das seien die Noten seiner Studenten: klein, braun und überall dort, wo es stinkt. Da er die Prüfungsfragen wohl seltener gesehen hat als ein sauberes Klohäuschen, zog er jetzt die Reißleine. Sein Rücktrittsschreiben war kurz und knapp, genau wie seine Amtszeit. Wahrscheinlich hatte er Angst, dass die Demonstranten ihm echte Kakerlaken in den Aktenkoffer setzen. Ein Sprecher der Regierung sagte, man suche nun jemanden, der zumindest den Unterschied zwischen einem Multiple-Choice-Bogen und einem Pizzakarton kennt. Die Studenten feiern ihren Sieg derweil mit Insektenspray und Tanzmusik. Sie hoffen nun auf einen Nachfolger, der Prüfungen besser organisieren kann als eine Kakerlake ihr Mittagessen im Müllhaufen. Indien atmet auf, nur die Kammerjäger sind jetzt arbeitslos. Wer hätte gedacht, dass man für echte Reformen in der Politik einfach nur krabbeln muss.