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In der EU gibt es neue Regeln für die Leihmutterschaft, da jedes Land das Thema bisher völlig anders behandelt. Während Deutschland die Leihmutterschaft streng verbietet, erlauben andere EU-Staaten die Austragung von Kindern durch fremde Mütter unter dem Begriff altruistisch. Das klingt erst einmal nett, ist aber eigentlich nur die vornehme Art zu sagen, dass man für neun Monate Miete zahlt, aber kein Mitspracherecht bei der Tapete hat. In Brüssel diskutiert man nun, wie viel Herzblut ein fremder Bauch eigentlich verträgt. Bundeskanzler Friedrich Merz sieht das kritisch. Er befürchtet wohl, dass bald auch Ministerstellen oder Steuererklärungen per Leihschaft erledigt werden. Besonders der Begriff altruistisch sorgt für Lacher in der Politik. Es bedeutet nämlich, dass die Leihmutter kein Geld für den Job bekommt. Das ist so, als würde man einen Handwerker rufen, der das Bad fliest und am Ende sagt, er mache das nur aus Nächstenliebe und wegen der schönen Aussicht auf die Fliesen. In manchen Ländern ist das Kind nach der Geburt wie ein Paket aus dem Internet: bestellt, geliefert und bei Nichtgefallen hoffentlich mit Rückgaberecht. Die EU will nun Ordnung in das Chaos bringen, damit die Babys am Ende nicht mehr Stempel im Pass haben als ein weitgereister Diplomat.
Ausland

Baby-Leasing in Europa: Wenn der Bauch nur gemietet ist

In der EU gibt es neue Regeln für die Leihmutterschaft, da jedes Land das Thema bisher völlig anders behandelt. Während Deutschland die Leihmutterschaft streng verbietet, erlauben andere EU-Staaten die Austragung von Kindern durch fremde Mütter unter dem Begriff altruistisch. Das klingt erst einmal nett, ist aber eigentlich nur die vornehme Art zu sagen, dass man für neun Monate Miete zahlt, aber kein Mitspracherecht bei der Tapete hat. In Brüssel diskutiert man nun, wie viel Herzblut ein fremder Bauch eigentlich verträgt. Bundeskanzler Friedrich Merz sieht das kritisch. Er befürchtet wohl, dass bald auch Ministerstellen oder Steuererklärungen per Leihschaft erledigt werden. Besonders der Begriff altruistisch sorgt für Lacher in der Politik. Es bedeutet nämlich, dass die Leihmutter kein Geld für den Job bekommt. Das ist so, als würde man einen Handwerker rufen, der das Bad fliest und am Ende sagt, er mache das nur aus Nächstenliebe und wegen der schönen Aussicht auf die Fliesen. In manchen Ländern ist das Kind nach der Geburt wie ein Paket aus dem Internet: bestellt, geliefert und bei Nichtgefallen hoffentlich mit Rückgaberecht. Die EU will nun Ordnung in das Chaos bringen, damit die Babys am Ende nicht mehr Stempel im Pass haben als ein weitgereister Diplomat.

26.07.2026, 07:01 · Ausgabe Nr. 613

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Anders als in Deutschland ist Leihmutterschaft in einigen EU-Ländern möglich. Doch die Regelungen unterscheiden sich stark. Im Zentrum steht dabei die "altruistische" Leihmutterschaft - ein Begriff, der auch auf Kritik stößt. Von K. Schmid.

Quelle: tagesschau.de