← Zur Übersicht
In Bayreuth wird heute die Wagner-Oper Rienzi aufgeführt, die als absolutes Lieblingsstück von Adolf Hitler gilt. Das Werk soll den Diktator damals so stark beeindruckt haben, dass er danach direkt seinen ersten Volksempfänger bestellte. Die Kritiker sind gespannt, wie viel Staub bei der Premiere von den Kostümen gewirbelt wird. Um sicherzugehen, dass niemand den falschen Arm hebt, wurden am Eingang vorsorglich alle Gelenke der Zuschauer mit Sekundenkleber fixiert. Bundeskanzler Friedrich Merz hat bereits angekündigt, das Spektakel aus seinem Privatjet zu beobachten, um den nötigen Sicherheitsabstand zur Geschichte zu wahren. Die Parallelen zum heutigen Populismus sind kaum zu übersehen, denn auch Rienzi verspricht das Blaue vom Himmel, während das Orchester so laut spielt, dass man das Denken getrost einstellen kann. Die Pausenwurst wird dieses Jahr übrigens nur in Längsform serviert, da runde Formen zu sehr an Friedenssymbole erinnern könnten. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Wagner ist wie eine Achterbahnfahrt durch den Giftschrank, nur dass man danach schlechtere Laune hat. Die Premiere endet voraussichtlich dann, wenn der letzte Zuschauer vor lauter Pathos freiwillig in die Knie geht.
Panorama

Bayreuth spielt Hitlers Lieblings-Lärm: Opernpublikum trägt jetzt braune Ohrenschützer

In Bayreuth wird heute die Wagner-Oper Rienzi aufgeführt, die als absolutes Lieblingsstück von Adolf Hitler gilt. Das Werk soll den Diktator damals so stark beeindruckt haben, dass er danach direkt seinen ersten Volksempfänger bestellte. Die Kritiker sind gespannt, wie viel Staub bei der Premiere von den Kostümen gewirbelt wird. Um sicherzugehen, dass niemand den falschen Arm hebt, wurden am Eingang vorsorglich alle Gelenke der Zuschauer mit Sekundenkleber fixiert. Bundeskanzler Friedrich Merz hat bereits angekündigt, das Spektakel aus seinem Privatjet zu beobachten, um den nötigen Sicherheitsabstand zur Geschichte zu wahren. Die Parallelen zum heutigen Populismus sind kaum zu übersehen, denn auch Rienzi verspricht das Blaue vom Himmel, während das Orchester so laut spielt, dass man das Denken getrost einstellen kann. Die Pausenwurst wird dieses Jahr übrigens nur in Längsform serviert, da runde Formen zu sehr an Friedenssymbole erinnern könnten. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Wagner ist wie eine Achterbahnfahrt durch den Giftschrank, nur dass man danach schlechtere Laune hat. Die Premiere endet voraussichtlich dann, wenn der letzte Zuschauer vor lauter Pathos freiwillig in die Knie geht.

26.07.2026, 10:00 · Ausgabe Nr. 617

Original Nachricht

Bei den Bayreuther Festspielen feiert heute "Rienzi" Premiere. Die Wagner-Oper ist eng mit Hitler verwoben, wurde von den Nazis als "Erweckungserlebnis" des Führers verklärt - und zeigt auch Parallelen zum heutigen Populismus auf. Von J. Jahn.

Quelle: tagesschau.de