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Der Chefankläger Karim Khan verliert seinen Job beim Internationalen Strafgerichtshof wegen Vorwürfen über sexuelle Übergriffe. Bisher war Khan der Mann, der die Bösewichte dieser Welt mit dem Finger suchte und vor den Richter zerrte. Nun haben die Mitgliedstaaten entschieden: Wer ständig andere Leute anzeigt, sollte seine eigenen Hände lieber in den Taschen lassen. Es ist schon eine besondere Leistung, wenn man an einem Gericht arbeitet und es schafft, dass alle Kollegen einen plötzlich im Zeugenstand sehen wollen. Khan wollte eigentlich die Welt aufräumen, hat aber wohl vergessen, vor der eigenen Haustür zu fegen. Sein Büro wird nun leergeräumt, während Khan wahrscheinlich zum ersten Mal merkt, dass eine Anklageschrift von der anderen Seite des Tisches gar nicht so viel Spaß macht. Die Richter freuen sich, denn endlich gibt es mal einen Fall, bei dem sie für die Anreise keine Spesenabrechnung brauchen. In Den Haag heißt es jetzt: Wer andere einlocht, sollte nicht selbst über die Stränge schlagen. Khan darf seine Akten packen und gehen, bevor jemand auf die Idee kommt, ihn direkt in die Zelle nebenan zu stecken. Ein Strafverfolger ohne Job ist wie ein Polizist ohne Kelle – einfach nur ein Mann, der laut schimpft.
Ausland

Khan muss gehen: Chefankläger vom eigenen Gericht verurteilt

Der Chefankläger Karim Khan verliert seinen Job beim Internationalen Strafgerichtshof wegen Vorwürfen über sexuelle Übergriffe. Bisher war Khan der Mann, der die Bösewichte dieser Welt mit dem Finger suchte und vor den Richter zerrte. Nun haben die Mitgliedstaaten entschieden: Wer ständig andere Leute anzeigt, sollte seine eigenen Hände lieber in den Taschen lassen. Es ist schon eine besondere Leistung, wenn man an einem Gericht arbeitet und es schafft, dass alle Kollegen einen plötzlich im Zeugenstand sehen wollen. Khan wollte eigentlich die Welt aufräumen, hat aber wohl vergessen, vor der eigenen Haustür zu fegen. Sein Büro wird nun leergeräumt, während Khan wahrscheinlich zum ersten Mal merkt, dass eine Anklageschrift von der anderen Seite des Tisches gar nicht so viel Spaß macht. Die Richter freuen sich, denn endlich gibt es mal einen Fall, bei dem sie für die Anreise keine Spesenabrechnung brauchen. In Den Haag heißt es jetzt: Wer andere einlocht, sollte nicht selbst über die Stränge schlagen. Khan darf seine Akten packen und gehen, bevor jemand auf die Idee kommt, ihn direkt in die Zelle nebenan zu stecken. Ein Strafverfolger ohne Job ist wie ein Polizist ohne Kelle – einfach nur ein Mann, der laut schimpft.

26.07.2026, 13:01 · Ausgabe Nr. 621

Original Nachricht

Wegen des Vorwurfs sexueller Übergriffe wurde Karim Khan bereits suspendiert - jetzt haben die Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs beschlossen: Der Chefankläger wird des Amtes enthoben.

Quelle: tagesschau.de