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In Brasilien kämpfen Aktivisten auf der Welt-AIDS-Konferenz für den Zugang zu modernsten Medikamenten gegen das HIV-Virus. Zwar ist die Behandlung im Land schon lange kostenlos, aber die neuen Mittel sind teurer als eine private Insel für CDU-Kanzler Friedrich Merz. Brasilien will die Patente knacken, weil die Pharma-Firmen Preise aufrufen, bei denen selbst Dagobert Duck Schnappatmung bekäme. Die Lösung der Konzerne klingt einfach: Wer gesund bleiben will, muss eben sein Erstgeborenes und die goldene Uhr vom Opa abgeben. Es ist wie beim Kiosk um die Ecke: Das Gratis-Eis schmeckt nach Pappe, aber für die Luxus-Waffel muss man seine Niere verkaufen. Die Weltgesundheit wird hier wie ein VIP-Klub behandelt, bei dem man nur reinkommt, wenn man eine goldene Kreditkarte als Gebiss trägt. Brasilien droht nun damit, die Pillen einfach selbst in der heimischen Küche nachzubasteln. Das wäre dann die erste HIV-Therapie, die leicht nach Caipirinha schmeckt und trotzdem die Viren in den Urlaub schickt. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass die Medizin bald so günstig wird wie ein Versprechen von Friedrich Merz vor der Wahl – also quasi geschenkt und für jeden zu haben.
Ausland

Brasilien will Super-Pillen: Gegen HIV hilft bald nur noch Voodoo

In Brasilien kämpfen Aktivisten auf der Welt-AIDS-Konferenz für den Zugang zu modernsten Medikamenten gegen das HIV-Virus. Zwar ist die Behandlung im Land schon lange kostenlos, aber die neuen Mittel sind teurer als eine private Insel für CDU-Kanzler Friedrich Merz. Brasilien will die Patente knacken, weil die Pharma-Firmen Preise aufrufen, bei denen selbst Dagobert Duck Schnappatmung bekäme. Die Lösung der Konzerne klingt einfach: Wer gesund bleiben will, muss eben sein Erstgeborenes und die goldene Uhr vom Opa abgeben. Es ist wie beim Kiosk um die Ecke: Das Gratis-Eis schmeckt nach Pappe, aber für die Luxus-Waffel muss man seine Niere verkaufen. Die Weltgesundheit wird hier wie ein VIP-Klub behandelt, bei dem man nur reinkommt, wenn man eine goldene Kreditkarte als Gebiss trägt. Brasilien droht nun damit, die Pillen einfach selbst in der heimischen Küche nachzubasteln. Das wäre dann die erste HIV-Therapie, die leicht nach Caipirinha schmeckt und trotzdem die Viren in den Urlaub schickt. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass die Medizin bald so günstig wird wie ein Versprechen von Friedrich Merz vor der Wahl – also quasi geschenkt und für jeden zu haben.

27.07.2026, 10:02 · Ausgabe Nr. 633

Original Nachricht

Brasilien gilt als Vorreiter im Kampf gegen HIV: Die Behandlung ist kostenlos. Doch der Zugang zu modernen Medikamenten bleibt schwierig. Die Welt-AIDS-Konferenz rückt das Problem in den Fokus. Von. O. Neuroth.

Quelle: tagesschau.de