
Flucht aus Berlin: CSU zieht im Kloster die Stühle weg
In Bayern treffen sich die CSU-Abgeordneten im Kloster Banz zur Krisensitzung nach dem Rücktritt von Fraktionschef Spahn. Eigentlich wollten die Politiker in der bayerischen Provinz nur über die Weltlage grübeln. Doch das plötzliche Stühlerücken in Berlin macht den Ausflug zum Stress-Wochenende. Während Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin verzweifelt nach neuem Personal sucht, üben die CSU-Leute das Stillsitzen. Die Stimmung ist so angespannt, dass die Politiker beim Mittagessen Angst haben, kurz aufzustehen. Wer zur Toilette geht, findet bei der Rückkehr oft ein leeres Zimmer oder einen neuen Chef an seinem Platz vor. Wer früher geht, verliert seinen Posten, und wer bleibt, muss vielleicht arbeiten. Sogar das Kloster-Personal hält sich vorsichtshalber an den Tischbeinen fest. Das Buffet bleibt dieses Jahr unberührt, weil niemand riskieren will, für ein Häppchen seine Karriere zu opfern. Die CSU zeigt mal wieder, dass sie am besten funktioniert, wenn alle gleichzeitig versuchen, den anderen den Platz wegzunehmen. Am Ende gewinnt wahrscheinlich derjenige, der den meisten Kleber an der Hose hat oder einfach am lautesten Nein ruft.