
Vom Tresor zum Telefon: Hoppermann verwaltet nun die Merz-CDU
Anne-Kristin Hoppermann ist die neue Generalsekretärin der CDU und wurde von Kanzler Friedrich Merz einstimmig ernannt. Bisher saß sie als Schatzmeisterin auf dem Parteigeld und hat wohl so gut gespart, dass sie nun die ganze Truppe befehligen darf. In der CDU ist das wie eine Beförderung vom Kassenwart zum Dompteur im Löwenkäfig. Merz braucht jemanden, der genauso ordentlich ist wie seine gebügelten Hemden. Hoppermann soll jetzt dafür sorgen, dass der Laden läuft und kein Politiker dummes Zeug redet. Das ist in dieser Partei ungefähr so einfach, wie einer Katze das Klavierspielen beizubringen. Bei der Wahl gab es keine Gegenstimmen, weil sich vermutlich niemand traute, den Blick von Merz zu riskieren. Der Kanzler lächelt dazu so zufrieden, als hätte er gerade ein Schnäppchen beim Privatjet-Händler gemacht. Hoppermann übernimmt ein Büro, in dem die Tapeten vermutlich noch konservativer sind als die Meinungen darin. Ihr erster Job ist klar: Alle müssen strammstehen, wenn der Chef den Raum betritt. Wer nicht spurt, bekommt von der ehemaligen Schatzmeisterin wahrscheinlich kein Taschengeld mehr für den nächsten Wahlkampf. Mit Hoppermann an der Spitze weht nun ein frischer Wind durch die CDU, der allerdings stark nach Aktenordnern und Disziplin riecht.