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Venedig hat im Jahr 2024 als weltweit erste Stadt Eintritt von Tagesbesuchern verlangt und damit über fünf Millionen Euro eingenommen. Die italienische Stadt verlangte meist zehn Euro pro Kopf für den Zutritt zu den staubigen Gassen und überfüllten Brücken. In Zukunft soll das Ticket für den Besuch im nassen Erlebnispark sogar noch deutlich teurer werden. Die Stadtverwaltung freut sich riesig über den Geldregen aus den Taschen der Urlauber. Mit den Millionen könnte man Venedig eigentlich vergoldet nachbauen, aber stattdessen kauft man davon wahrscheinlich nur noch mehr Absperrband. Die Touristen stehen stundenlang Schlange, um Geld für das Privileg zu bezahlen, von einer Gondel aus mit Schlammwasser bespritzt zu werden. Es ist das einzige Freilichtmuseum der Welt, in dem man für das Treppensteigen bezahlen muss, während man von einer japanischen Reisegruppe zerquetscht wird. Bürgermeister Luigi Brugnaro hat nun Blut geleckt und plant angeblich schon die nächsten Gebühren. Gerüchten zufolge soll bald auch das Atmen der Meeresluft extra kosten, wobei Raucher einen Rabatt wegen der geringeren Lungenkapazität bekommen könnten. Am Ende bleibt Venedig treu: Erst ziehen sie dir das Geld aus der Tasche und dann versinkt die ganze Stadt langsam im Luxus und im Brackwasser. Wer kein Geld hat, kann ja nächstes Jahr in einer heimischen Pfütze baden gehen.
Ausland

Venedig verdient Millionen mit Touristen – Tauben jetzt auf 450-Euro-Basis

Venedig hat im Jahr 2024 als weltweit erste Stadt Eintritt von Tagesbesuchern verlangt und damit über fünf Millionen Euro eingenommen. Die italienische Stadt verlangte meist zehn Euro pro Kopf für den Zutritt zu den staubigen Gassen und überfüllten Brücken. In Zukunft soll das Ticket für den Besuch im nassen Erlebnispark sogar noch deutlich teurer werden. Die Stadtverwaltung freut sich riesig über den Geldregen aus den Taschen der Urlauber. Mit den Millionen könnte man Venedig eigentlich vergoldet nachbauen, aber stattdessen kauft man davon wahrscheinlich nur noch mehr Absperrband. Die Touristen stehen stundenlang Schlange, um Geld für das Privileg zu bezahlen, von einer Gondel aus mit Schlammwasser bespritzt zu werden. Es ist das einzige Freilichtmuseum der Welt, in dem man für das Treppensteigen bezahlen muss, während man von einer japanischen Reisegruppe zerquetscht wird. Bürgermeister Luigi Brugnaro hat nun Blut geleckt und plant angeblich schon die nächsten Gebühren. Gerüchten zufolge soll bald auch das Atmen der Meeresluft extra kosten, wobei Raucher einen Rabatt wegen der geringeren Lungenkapazität bekommen könnten. Am Ende bleibt Venedig treu: Erst ziehen sie dir das Geld aus der Tasche und dann versinkt die ganze Stadt langsam im Luxus und im Brackwasser. Wer kein Geld hat, kann ja nächstes Jahr in einer heimischen Pfütze baden gehen.

27.07.2026, 16:00 · Ausgabe Nr. 638

Original Nachricht

Als weltweit erste Stadt hatte Venedig 2024 begonnen, Eintritt für Tagesbesucher zu erheben - in diesem Jahr kamen mehr als fünf Millionen Euro zusammen. In der Regel zahlten Besucher zehn Euro, künftig könnte es deutlich teurer werden.

Quelle: tagesschau.de