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Der Preis für Erdöl sinkt zurzeit deutlich und sorgt an der Börse für eine riesige Shopping-Party der Anleger. Weil die Sorgen vor einer Inflation schwinden, werfen die Bosse mit dem Geld nur so um sich. In Frankfurt stehen wohlhabende Männer in teuren Anzügen vor ihren Bildschirmen und schreien vor Glück, als gäbe es bei Aldi gerade Luxusyachten zum halben Preis. Bisher hatten alle Angst, dass das Heizen und Tanken bald mehr kostet als ein Privatjet. Jetzt reicht das Geld plötzlich wieder für Kaviar und vielleicht sogar für ein zweites Paar Socken. Finanzminister Lars Klingbeil schaut derweil zu und fragt sich vermutlich, ob er die neuen Gewinne direkt mit einer extra großen Steuererklärung begrüßen darf. Marktbeobachter warnen zwar vor zu viel Freude, aber das interessiert niemanden. Es ist wie beim Schlussverkauf, nur dass die Leute keine T-Shirts kaufen, sondern ganze Chemiefabriken. Die Gier ist offiziell zurück und sie hat eine sehr glänzende Frisur. Selbst Bundeskanzler Friedrich Merz könnte bei diesen Preisen glatt vergessen, dass er eigentlich für das Sparen zuständig ist. Wenn das so weitergeht, wird der nächste Firmenwagen direkt mit einer eigenen Ölquelle im Kofferraum ausgeliefert. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Geldbeutel aus Gold eben doch am besten klingen, wenn das schwarze Gold billig bleibt.
Wirtschaft

Öl billiger: Anleger kaufen Aktien wie warme Semmeln beim Discounter

Der Preis für Erdöl sinkt zurzeit deutlich und sorgt an der Börse für eine riesige Shopping-Party der Anleger. Weil die Sorgen vor einer Inflation schwinden, werfen die Bosse mit dem Geld nur so um sich. In Frankfurt stehen wohlhabende Männer in teuren Anzügen vor ihren Bildschirmen und schreien vor Glück, als gäbe es bei Aldi gerade Luxusyachten zum halben Preis. Bisher hatten alle Angst, dass das Heizen und Tanken bald mehr kostet als ein Privatjet. Jetzt reicht das Geld plötzlich wieder für Kaviar und vielleicht sogar für ein zweites Paar Socken. Finanzminister Lars Klingbeil schaut derweil zu und fragt sich vermutlich, ob er die neuen Gewinne direkt mit einer extra großen Steuererklärung begrüßen darf. Marktbeobachter warnen zwar vor zu viel Freude, aber das interessiert niemanden. Es ist wie beim Schlussverkauf, nur dass die Leute keine T-Shirts kaufen, sondern ganze Chemiefabriken. Die Gier ist offiziell zurück und sie hat eine sehr glänzende Frisur. Selbst Bundeskanzler Friedrich Merz könnte bei diesen Preisen glatt vergessen, dass er eigentlich für das Sparen zuständig ist. Wenn das so weitergeht, wird der nächste Firmenwagen direkt mit einer eigenen Ölquelle im Kofferraum ausgeliefert. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Geldbeutel aus Gold eben doch am besten klingen, wenn das schwarze Gold billig bleibt.

27.07.2026, 16:00 · Ausgabe Nr. 639

Original Nachricht

Der Ölpreis sinkt, die Inflationssorgen lassen nach: Die Hoffnung auf eine neue Waffenruhe im Nahen Osten lässt die Anleger am Aktienmarkt zugreifen. Aber Marktbeobachter warnen vor zu viel Euphorie.

Quelle: tagesschau.de