
Stuhlkreis gegen Wut: Deradikalisierung jetzt mit extra viel Kamillentee
Das Deradikalisierungsprogramm Violence Prevention Network betreut aktuell extrem viele Hochrisikopersonen und führte erste Gespräche mit Verdächtigen. Mitgründer Thomas Mücke erklärte in den Tagesthemen, wie man schwierige Menschen wieder auf die Spur bringt. Die Therapie klingt simpel: Reden statt Randale. Wer früher Wände hochging, soll jetzt lieber im Sitzkissen versinken. Man versucht den Leuten beizubringen, dass andere Meinungen nicht sofort den Weltuntergang bedeuten. Thomas Mücke braucht dafür wahrscheinlich Nerven aus Drahtseilen und einen sehr großen Vorrat an Beruhigungstee. Das Programm läuft so ab, dass man sich ganz lieb in die Augen schaut, bis der Hass einfach weggekuschelt ist. Es ist quasi wie eine Krabbelgruppe für Leute, die den Ausgang aus der Pubertät verpasst haben. Wenn es nach Bundeskanzler Friedrich Merz ginge, bekämen die Teilnehmer vermutlich erst mal ein ordentliches Hemd und eine Krawatte verpasst, damit sie wenigstens ordentlich aussehen. Am Ende hoffen alle, dass ein nettes Pläuschchen reicht, um aus einem gefährlichen Typen einen zahmen Nachbarn zu machen. Wenn das klappt, wird demnächst wahrscheinlich auch die Parkplatzsuche in Berlin durch gemeinsames Singen gelöst. Hauptsache, am Ende haben sich alle wieder lieb und niemand wirft mehr mit Gegenständen, außer vielleicht mit Wattebällchen.