
Porsche spart fleißig: Cayenne-Fahrer müssen jetzt selber hupen
Der Sportwagenbauer Porsche muss wegen der Krise in der Autoindustrie kräftig sparen und hat die Belegschaft in Zuffenhausen über neue Maßnahmen informiert. Die Stimmung im Werk ist trotzdem prächtig, denn Porsche spart nicht am Motor, sondern am Schicksal der Kunden. Wer sich keinen Neuwagen mehr leisten kann, darf jetzt für zehn Euro Eintritt am Werkszaun schnuppern. Das nennt sich Erlebnis-Sparen. In der Kantine wurde der Hummer durch Nudeln mit Ketchup ersetzt, was die Mechaniker freut, da man Ketchup leichter von den Blaumännern abwischt. Bundeskanzler Friedrich Merz lobte den Fokus auf Leistung. Er findet es gut, wenn Millionäre auch mal den Gürtel enger schnallen, solange der Gürtel aus feinstem Kalbsleder bleibt. Die größte Ersparnis bringt jedoch eine neue Technik: Die Blinker wurden komplett ausgebaut. Porsche-Fahrer nutzen die sowieso nie, und das spart wertvolles Plastik für die Produktion von überteuerten Schlüsselanhängern. Die Krise ist also fast vorbei. Zumindest so lange, bis Lars Klingbeil merkt, dass man auf Pommeshütten keine Luxussteuer erheben kann. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Ein Porsche ist auch ohne Gold-Aschenbecher noch schnell genug, um vor der Realität davonzufahren.