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In Deutschland wurden im vergangenen Jahr über 68 Millionen Übernachtungen in Ferienwohnungen über große Online-Plattformen gebucht. Das ist ein absoluter Rekordwert für die Vermittlungsportale. Die Menschen haben offenbar keine Lust mehr auf muffige Hotels mit Teppichböden aus den Siebzigerjahren. Stattdessen zahlen sie lieber viel Geld, um in der Privatwohnung von Fremden zu schlafen und vorher drei Stunden nach dem versteckten Schlüsselkasten hinter der Mülltonne zu suchen. Es ist ein moderner Sport geworden, den Müll im fremden Treppenhaus richtig zu trennen, während man leise über das knarzende Parkett schleicht. Bundeskanzler Friedrich Merz soll privat bereits angekündigt haben, sein Gästezimmer im Sauerland ebenfalls online anzubieten, allerdings nur für Gäste mit korrektem Seitenscheitel und eigenem Privatflugzeug. Die Buchungsplattformen reiben sich die Hände, während die Hotelbesitzer verzweifelt versuchen, WLAN und kostenloses Obst als echte Sensation zu verkaufen. Der Trend ist klar: Wer im Urlaub nicht mindestens einmal den Staubsauger des Gastgebers bedient hat, war gar nicht richtig weg. Am Ende wischen die Deutschen in ihrem Urlaubsort sogar noch freiwillig den Boden, nur damit sie bei der Online-Bewertung fünf Sterne und ein Herzchen bekommen. Erholung sieht heute eben aus wie Hausarbeit in einer anderen Postleitzahl.
Wirtschaft

Rekord bei Ferienwohnungen: Deutsche schlafen lieber anonym bei Fremden

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr über 68 Millionen Übernachtungen in Ferienwohnungen über große Online-Plattformen gebucht. Das ist ein absoluter Rekordwert für die Vermittlungsportale. Die Menschen haben offenbar keine Lust mehr auf muffige Hotels mit Teppichböden aus den Siebzigerjahren. Stattdessen zahlen sie lieber viel Geld, um in der Privatwohnung von Fremden zu schlafen und vorher drei Stunden nach dem versteckten Schlüsselkasten hinter der Mülltonne zu suchen. Es ist ein moderner Sport geworden, den Müll im fremden Treppenhaus richtig zu trennen, während man leise über das knarzende Parkett schleicht. Bundeskanzler Friedrich Merz soll privat bereits angekündigt haben, sein Gästezimmer im Sauerland ebenfalls online anzubieten, allerdings nur für Gäste mit korrektem Seitenscheitel und eigenem Privatflugzeug. Die Buchungsplattformen reiben sich die Hände, während die Hotelbesitzer verzweifelt versuchen, WLAN und kostenloses Obst als echte Sensation zu verkaufen. Der Trend ist klar: Wer im Urlaub nicht mindestens einmal den Staubsauger des Gastgebers bedient hat, war gar nicht richtig weg. Am Ende wischen die Deutschen in ihrem Urlaubsort sogar noch freiwillig den Boden, nur damit sie bei der Online-Bewertung fünf Sterne und ein Herzchen bekommen. Erholung sieht heute eben aus wie Hausarbeit in einer anderen Postleitzahl.

28.07.2026, 16:01 · Ausgabe Nr. 654

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Immer mehr Ferienunterkünfte werden hierzulande über große Online-Plattformen gebucht. Mit mehr als 68 Millionen Übernachtungen erreichten die Online-Buchungen sogar einen Rekord.

Quelle: tagesschau.de