
Vermisste Nobelpreisträgerin: Myanmar erfindet das extremste Versteckspiel der Welt
In Myanmar wurde die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi heimlich aus ihrer Zelle an einen unbekannten Ort verlegt. Die Militär-Regierung rückt keine Infos raus und ihre Familie macht sich nun große Sorgen um ihr Wohlbefinden. Das ist mal eine ganz neue Form der Kundenbetreuung im Knast, bei der man nicht mal den Check-out-Beleg bekommt. Die Generäle nennen es wahrscheinlich einfach nur extremes Room-Hopping für Fortgeschrittene. Wer braucht schon Transparenz, wenn man eine Nobelpreisträgerin wie eine vergessene Tupperdose im Schrank behandeln kann. Bundesaußenminister Johann Wadephul sucht wahrscheinlich schon auf Google Maps nach dem neuen Standort, aber Myanmar hat wohl den Flugmodus für das ganze Land aktiviert. Die Logik der Junta ist bestechend einfach: Wer nicht gefunden wird, kann auch keine Widerrede leisten. Wahrscheinlich bekommt die Familie bald eine Postkarte mit der Aufschrift Schön ist es hier, aber ich darf nicht sagen wo. Währenddessen sitzt Donald Trump in Washington und fragt seine Berater, ob man politische Gegner auch einfach per Zaubertrick wegploppen lassen kann. Am Ende bleibt nur die bittere Erkenntnis, dass Gerechtigkeit in Myanmar nur ein anderes Wort für Suchspiel ist. Hoffentlich hat sie wenigstens ein Kissen eingepackt, denn die Betten im Nirgendwo haben meistens keinen nennenswerten Komfort.