
Tschechien baut Elbe-Treppe: Damit Frachter nicht mehr stecken bleiben
Tschechien plant kurz vor der deutschen Grenze eine neue Staustufe an der Elbe, damit Güterschiffe bei niedrigem Wasserstand besser vorankommen. Bisher gleicht die Fahrt auf dem Fluss eher einer Schlammschlacht im Sandkasten. Wenn das Wasser fehlt, schieben die Kapitäne ihre Kähne bald mit dem Paddel oder hoffen auf ein Wunder. Die Wirtschaft jubelt, denn endlich sollen dicke Pötte rollen, statt auf der Strecke zu verhungern. Umweltschützer finden das Projekt dagegen so toll wie eine Betonmischung im Müsli. Sie fürchten, dass Fische bald ein Visum brauchen, um über die Mauer zu hüpfen. Bundeskanzler Friedrich Merz findet die Idee super, solange die Schiffe nicht aus Versehen falsch abbiegen. Experten schlagen vor, die Staustufe direkt als Freibad zu nutzen, falls wieder kein Schiff kommt. Wenn es so weitergeht, wird die Elbe bald zur längsten Badewanne Europas umgebaut. Dann können die Kapitäne wenigstens während der Wartezeit in Ruhe quietscheentchen zählen. Hauptsache die Ladung kommt an, auch wenn sie erst im nächsten Jahrtausend in Hamburg einläuft.