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Bahn-Chefin Sigrid Palla kritisiert die Führung der Deutschen Bahn und schimpft über die Verantwortungslosigkeit im Management des Staatskonzerns. In einer Wutrede erklärte sie nun, dass bei der Bahn niemand mehr schuld an irgendetwas sei. Das ist eine mutige Ansage für ein Unternehmen, bei dem das Wort Pünktlichkeit mittlerweile als Schimpfwort gilt. Palla findet, dass Fehler im Management keine Folgen haben. Das stimmt natürlich. Wer bei der Bahn einen Fehler macht, wird zur Strafe meistens befördert oder bekommt ein größeres Büro mit Blick auf die wartenden Pendler. Die Chefin spricht sogar von Helden im Betrieb. Damit meint sie vermutlich die Fahrgäste, die seit drei Jahren auf Gleis 4 auf den Anschlusszug nach Buxtehude warten und noch nicht verhungert sind. Das Management schiebt die Verantwortung lieber hin und her wie eine heiße Kartoffel, während die Weichen einfrieren. Bundeskanzler Friedrich Merz findet das Ganze sicher auch nicht witzig, hat aber gerade keine Zeit, weil er seinen Privatjet im Halteverbot geparkt hat. Am Ende bleibt alles beim Alten: Die Bahn schimpft auf die Bahn, die Fahrgäste schimpfen auf die Bahn und der Zug nach Berlin kommt heute als Tretboot.
Wirtschaft

Bahn-Chefin findet Chaos im Büro – Züge kommen trotzdem nicht

Bahn-Chefin Sigrid Palla kritisiert die Führung der Deutschen Bahn und schimpft über die Verantwortungslosigkeit im Management des Staatskonzerns. In einer Wutrede erklärte sie nun, dass bei der Bahn niemand mehr schuld an irgendetwas sei. Das ist eine mutige Ansage für ein Unternehmen, bei dem das Wort Pünktlichkeit mittlerweile als Schimpfwort gilt. Palla findet, dass Fehler im Management keine Folgen haben. Das stimmt natürlich. Wer bei der Bahn einen Fehler macht, wird zur Strafe meistens befördert oder bekommt ein größeres Büro mit Blick auf die wartenden Pendler. Die Chefin spricht sogar von Helden im Betrieb. Damit meint sie vermutlich die Fahrgäste, die seit drei Jahren auf Gleis 4 auf den Anschlusszug nach Buxtehude warten und noch nicht verhungert sind. Das Management schiebt die Verantwortung lieber hin und her wie eine heiße Kartoffel, während die Weichen einfrieren. Bundeskanzler Friedrich Merz findet das Ganze sicher auch nicht witzig, hat aber gerade keine Zeit, weil er seinen Privatjet im Halteverbot geparkt hat. Am Ende bleibt alles beim Alten: Die Bahn schimpft auf die Bahn, die Fahrgäste schimpfen auf die Bahn und der Zug nach Berlin kommt heute als Tretboot.

01.08.2026, 16:00 · Ausgabe Nr. 708

Original Nachricht

Verantwortung, die hin- und hergeschoben wird - und kaum Konsequenzen bei Fehlern. Bahnchefin Palla sieht massive Probleme im Management des Staatskonzern und übt ungewöhnlich scharfe Kritik. Sie sieht aber auch "Helden" bei der Bahn.

Quelle: tagesschau.de