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Der Deutsche Aktienindex präsentiert sich derzeit in der ästhetischen Verfassung eines ausgestopften Hamsters im Schaufenster einer insolventen Zoohandlung. Während die Wall Street dank US-amerikanischer Halbleiter-Euphorie so dermaßen unter Strom steht, dass man dort wahrscheinlich sogar mit Toastern ins Internet gehen kann, klebt der DAX an der 25.000-Punkte-Marke wie ein bayerischer Verkehrsminister an seinem Maut-Trauma. Die psychologische Hürde ist mittlerweile so hoch, dass deutsche Broker sie nur noch mit Bergsteigerausrüstung und einer Überdosis Baldrian betrachten können. Es ist die pure Agonie des deutschen Hochkapitalismus: Man schaut sehnsüchtig über den Atlantik, wo Nvidia-Chips die Realität bereits so weit überholt haben, dass die Zukunft dort gestern schon veraltet war, während in Frankfurt die größte Innovation des Tages darin besteht, dass jemand die Kaffeemaschine im Handelsraum ohne fremde Hilfe entkalkt hat. Die deutsche Wirtschaft agiert momentan mit der Dynamik einer Wanderdüne bei Windstille und hofft vermutlich darauf, dass man Halbleiter einfach durch massiv gefertigte Vollkaskoversicherungen und streng reglementierte Faxgeräte ersetzen kann. Der DAX hat sich zwar von seinen Tagestiefs gelöst, erinnert dabei aber eher an einen Regenwurm, der nach einem Gewitter verzweifelt versucht, nicht auf dem Asphalt zu vertrocknen. Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis für jeden Anleger: Wer in Deutschland heute Rendite sucht, hat wahrscheinlich auch damals beim sinkenden Dampfschiff noch schnell die Deckstühle farblich sortiert. Die 25.000 Punkte bleiben eine unbezwingbare Mauer, gegen die der deutsche Aktienmarkt rennt wie ein betrunkener Postbote gegen eine geschlossene Glastür.
Wirtschaft

DAX-Lähmung: Deutsche Wirtschaft wartet regungslos auf die nächste industrielle Revolution

Der Deutsche Aktienindex präsentiert sich derzeit in der ästhetischen Verfassung eines ausgestopften Hamsters im Schaufenster einer insolventen Zoohandlung. Während die Wall Street dank US-amerikanischer Halbleiter-Euphorie so dermaßen unter Strom steht, dass man dort wahrscheinlich sogar mit Toastern ins Internet gehen kann, klebt der DAX an der 25.000-Punkte-Marke wie ein bayerischer Verkehrsminister an seinem Maut-Trauma. Die psychologische Hürde ist mittlerweile so hoch, dass deutsche Broker sie nur noch mit Bergsteigerausrüstung und einer Überdosis Baldrian betrachten können. Es ist die pure Agonie des deutschen Hochkapitalismus: Man schaut sehnsüchtig über den Atlantik, wo Nvidia-Chips die Realität bereits so weit überholt haben, dass die Zukunft dort gestern schon veraltet war, während in Frankfurt die größte Innovation des Tages darin besteht, dass jemand die Kaffeemaschine im Handelsraum ohne fremde Hilfe entkalkt hat. Die deutsche Wirtschaft agiert momentan mit der Dynamik einer Wanderdüne bei Windstille und hofft vermutlich darauf, dass man Halbleiter einfach durch massiv gefertigte Vollkaskoversicherungen und streng reglementierte Faxgeräte ersetzen kann. Der DAX hat sich zwar von seinen Tagestiefs gelöst, erinnert dabei aber eher an einen Regenwurm, der nach einem Gewitter verzweifelt versucht, nicht auf dem Asphalt zu vertrocknen. Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis für jeden Anleger: Wer in Deutschland heute Rendite sucht, hat wahrscheinlich auch damals beim sinkenden Dampfschiff noch schnell die Deckstühle farblich sortiert. Die 25.000 Punkte bleiben eine unbezwingbare Mauer, gegen die der deutsche Aktienmarkt rennt wie ein betrunkener Postbote gegen eine geschlossene Glastür.

19.06.2026, 04:00 · Ausgabe Nr. 75

Original Nachricht

Der DAX hat sich heute im Sog einer steigenden Wall Street von seinen Tagestiefs zwar gelöst - die Marke von 25.000 Punkten bleibt aber eine hohe Hürde. Vor allem Halbleiteraktien treiben die US-Indizes.

Quelle: tagesschau.de