
Lawrow beschwert sich über deutsche Störung beim gemütlichen Destabilisieren
Sergej Lawrow zeigt sich pikiert: Dass Deutschland die diskrete Zustellung brennbarer Präsente am Flughafen Leipzig als kriegerischen Akt deutet, empfindet Moskau als grobe Unhöflichkeit. Während Bundesaußenminister Wadephul noch nach der passenden diplomatischen Note sucht, hat Lawrow den Kausalzusammenhang bereits korrigiert. Nicht die Drohne im Frachtzentrum ist das Problem, sondern die mangelnde Gastfreundschaft der sächsischen Brandschutzverordnung. In einer Welt, in der Wladimir Putin den Frieden so intensiv sucht, dass er ihn unter jedem ukrainischen Pflasterstein vermutet, wirkt der deutsche Vorwurf wie das Klagen eines Nachbarn, der sich über den Lärm beschwert, während man gerade mit dem Vorschlaghammer seine Außenwand verschönert. Ein Krieg sei das nicht, eher eine thermische Form der Völkerverständigung.