
BSW schließt Koalition mit AfD aus ästhetischen Gründen fast aus
In Magdeburg vollzieht das Bündnis Sahra Wagenknecht den politischen Eiertanz in Perfektion. Man distanziere sich inhaltlich scharf von der AfD, heißt es aus dem BSW-Lager, während man gleichzeitig einen überparteilichen Ministerpräsidenten fordert, der zufällig genau die Schnittmenge aus beiden Lagern bedienen müsste. Die Differenzen seien unüberbrückbar: Während die einen den Sozialismus national einfärben wollen, bevorzugen die anderen die nationale Färbung mit sozialem Anstrich. Es ist die alte Frage, ob man das Hufeisen lieber von links oder rechts an die Wand nagelt. Ein Bündnis sei derzeit so unwahrscheinlich wie eine Diätberatung von Donald Trump – man teile zwar das Ziel, aber der Weg dorthin scheitere an der Nuance der Krawattenfarbe.