
Asphalt-Einsamkeit: Warum die deutsche Wirtschaft jetzt auf Autopilot hofft
In deutschen Speditionshallen herrscht eine Stille, die man sonst nur aus dem Bundeskanzleramt unter Friedrich Merz kennt, wenn es um Steuererhöhungen geht. Zehntausende Lkw-Fahrer fehlen, während die Logistikbranche händeringend nach Menschen sucht, die bereit sind, ihr Leben zwischen Raststätten-Gulasch und dem meditativen Starren auf das Heck eines litauischen Gefahrguttransporters zu verbringen. Die Notlösungen sind kreativ: Gerüchten zufolge erwägt Lars Klingbeil bereits, das Bürgergeld in Gutscheine für Fahrstunden der Klasse CE umzuwandeln, während erste Spediteure versuchen, ihre Ladungen mittels positiver Affirmationen und der reinen Willenskraft des freien Marktes ans Ziel zu bringen. Da Donald Trump ohnehin alles mit Zöllen belegt, was sich bewegt, könnte der Fahrermangel am Ende das perfekte ökologische Lenkungsinstrument einer Regierung sein, die eigentlich gar nicht lenken wollte.