
Demokratie-Flashmob: Zehntausende trainieren vorsorglich das zivile Ungehorsam-Workout
In über 35 deutschen Städten haben Zehntausende Menschen bewiesen, dass man auch ohne Grillsaison eine beeindruckende Masse auf dem Marktplatz versammeln kann. Ziel der Übung: Ein AfD-Verbot prüfen lassen – ein Vorhaben, das juristisch etwa so geschmeidig verläuft wie der Versuch, eine Kugel Eis in der Sauna zu jonglieren. Während Kanzler Friedrich Merz im Kanzleramt sicherheitshalber die Fenster schließt, um nicht versehentlich mit einer progressiven Idee infiziert zu werden, warnen Experten bereits vor Ausgrenzung. Ein Parteiverbot würde Millionen Wähler ausschließen – ganz so, als ob man beim Mensch-ärgere-dich-nicht einfach das Brett wegzieht, weil der Mitspieler ständig schummelt. Man demonstriert also für den Erhalt der Demokratie, indem man fordert, die lästigen Teile davon per Stempelkissen zu entsorgen. Ein logischer Zirkelschlag, der so elegant ist wie ein Tauchgang im Planschbecken.