
Bahn-Rabatt für Großfamilien: Gruppenkuscheln im Verspätungssektor wieder erschwinglich
Verkehrsminister Bilger hat eine bahnbrechende Entdeckung gemacht: Familien besitzen Kinder, und diese Kinder sitzen ungerne in getrennten Waggons, während die Eltern im Speisewagen über die Merz-Regierung kontemplieren. Seit Juni 2025 kostet das Beisammensein bei Tempo 160 einen Aufschlag, der preislich eher an eine Luxus-Loge in der Elbphilharmonie als an ein versifftes Abteil erinnert. Nun drängt Bilger auf die Rückkehr der Familienreservierung. Ein kluger Schachzug in Zeiten, in denen die Deutsche Bahn Pünktlichkeit ohnehin nur noch als vage philosophisches Konzept begreift. Wenn der Zug schon drei Stunden auf offener Strecke steht, soll die Sippe wenigstens gemeinsam den psychologischen Verfall erleben dürfen. Es ist das letzte Stück soziale Marktwirtschaft: Das Recht, kollektiv im Nirgendwo zu stranden, ohne dafür Privatinsolvenz anmelden zu müssen.