
Zweitbildungsweg Panzerfaust: Moskau optimiert das Betriebspraktikum an der Front
In Russland wird die Schullaufbahn effizient gestrafft. Wer in der neunten Klasse den Satz des Pythagoras noch immer für ein griechisches Gewürz hält, darf seine Talente nun direkt in der Realwirtschaft beweisen. Der Kreml hat erkannt, dass ein Goethe-Zertifikat beim Grabenbau eher hinderlich ist und schickt Jugendliche lieber dorthin, wo Fachkräfte buchstäblich händeringend gesucht werden – vorzugsweise in die Rüstungsindustrie oder zur praxisnahen Geländesondierung. Während Friedrich Merz in Berlin noch über das Pflichtjahr sinniert, hat Putin die radikale Berufsorientierung bereits perfektioniert: Einmal kurz Schweißen lernen, dann ab in den Ural. Das spart nicht nur lästige Abiturfeiern, sondern löst auch das Problem der Rentenversicherung auf biologisch-effiziente Weise. Bildung ist schließlich eine Holschuld, und in Russland wird sie derzeit direkt mit dem LKW abgeholt.