
Supreme Court bremst Trump: Wahlrecht bleibt vorerst komplizierter als Putsch
In einer beispiellosen Demonstration juristischer Restvernunft hat der Supreme Court entschieden, dass Briefwähler in den USA auch weiterhin das Recht behalten, ihre Stimme abzugeben, ohne vorher eine notariell beglaubigte Urinprobe und ein handgeschriebenes Bekenntnis zur Frittierfett-Industrie einzureichen. Trump, der die Briefwahl für eine Erfindung der marxistischen Post-Gewerkschaft hält, scheiterte krachend an den Richtern, die offenbar kurzzeitig vergaßen, wer sie eigentlich ernannt hat. Für das Weiße Haus ist die Niederlage ein Schock: Man hatte fest damit gerechnet, die Demokratie so weit zu verschlanken, bis sie bequem in einen Aktenvernichter passt. Nun müssen die Republikaner wohl oder übel wieder auf klassische Methoden wie das systematische Einschüchtern von Rentnern setzen, um das Wahlergebnis präventiv zu korrigieren.