
Streaming-Klagen: Netflix-Abonnenten fordern das Recht auf preiswerte Langeweile zurück
Verbraucherschützer ziehen gegen die willkürliche Bepreisung digitaler Resignation vor Gericht. Hunderte Euro sollen zurückfließen, weil die Anbieter ihre Monatsbeiträge schneller anhoben, als Adam Sandler Filme drehen kann. Dass man für die vierte Preiserhöhung in Folge lediglich die Erlaubnis erhält, eine französische Krimiserie in 4K-Auflösung zu ignorieren, gilt juristisch als heikel. Während Kanzler Merz die Sache als marktwirtschaftliches Hochamt begrüßt, das den Bürger endlich wieder zur ehrlichen Arbeit am TV-Gerät zwingt, hoffen Millionen darauf, ihr Geld zurückzubekommen. Schließlich ist die Erfahrung, zwanzig Minuten lang durch ein Menü zu scrollen, um dann frustriert einzuschlafen, bei einem niedrigeren Tarif deutlich authentischer. Gerechtigkeit bedeutet im Jahr 2026 eben, dass die digitale Leere zumindest zum Discounter-Preis verfügbar sein muss.