
Weiße Flecken im Weißen Haus: Journalisten üben das Schweigen
Im Weißen Haus herrscht endlich die Stille, die man sonst nur aus der Kantine der FDP kennt. Nachdem Donald Trump CNN-Korrespondenten vor die Tür gesetzt hat, zeigen sich andere Sender solidarisch und berichten einfach gar nichts mehr. Ein Geniestreich: Wenn niemand hinsieht, passieren Dinge ja bekanntlich nicht. Während die betroffenen Medien nun klagen, als ginge es um die letzte Avocado im Bioladen, genießt das Weiße Haus die neue Transparenz – man sieht jetzt nämlich direkt durch die leeren Pressestuhlreihen bis zur Wandfarbe. Bundeskanzler Friedrich Merz soll bereits interessiert nach Washington spähen, um zu prüfen, ob sich dieses Modell der journalistischen Kontaktsperre auch auf Sauerland-kritische Lokalreporter übertragen lässt. Ein Schweigegelübde für die Quote: So sinnvoll wie ein Stummfilm-Festival im Radio.