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Emmanuel Macron hat wieder dieses Funkeln in den Augen, das er sonst nur beim Anblick von Spiegeln oder der Rentenreform zeigt. Um die saudi-arabische Ölinfrastruktur vor lästigen Flugobjekten zu schützen, schickt der Elysée-Palast nun Truppen und Gerät ans Rote Meer. Es ist eine klassische Macron-Lösung: Man ist militärisch präsent, aber diplomatisch im Homeoffice. Er wolle keinesfalls in den Konflikt mit den Huthi einsteigen, betont Paris – man wolle lediglich die Zapfsäulen streicheln. In Berlin beobachtet man das Manöver mit einer Mischung aus Neid und Erleichterung; Bundeskanzler Friedrich Merz prüft bereits, ob man den Schutz der Ölpreise nicht zur neuen deutschen Staatsräson erklären kann, solange die französischen Freunde die dreckige Arbeit im Wüstensand erledigen.
Ausland

L'Amour fou: Macron spielt Bodyguard für saudisches Tanklager

Emmanuel Macron hat wieder dieses Funkeln in den Augen, das er sonst nur beim Anblick von Spiegeln oder der Rentenreform zeigt. Um die saudi-arabische Ölinfrastruktur vor lästigen Flugobjekten zu schützen, schickt der Elysée-Palast nun Truppen und Gerät ans Rote Meer. Es ist eine klassische Macron-Lösung: Man ist militärisch präsent, aber diplomatisch im Homeoffice. Er wolle keinesfalls in den Konflikt mit den Huthi einsteigen, betont Paris – man wolle lediglich die Zapfsäulen streicheln. In Berlin beobachtet man das Manöver mit einer Mischung aus Neid und Erleichterung; Bundeskanzler Friedrich Merz prüft bereits, ob man den Schutz der Ölpreise nicht zur neuen deutschen Staatsräson erklären kann, solange die französischen Freunde die dreckige Arbeit im Wüstensand erledigen.

25.09.2026, 04:00 · Ausgabe Nr. 877

Original Nachricht

Um die Ölinfrastruktur Saudi-Arabiens zu schützen, kündigt Frankreich an, Militärgerät und Truppen ans Rote Meer zu schicken. Direkt in den Konflikt mit der Huthi-Miliz wolle er aber nicht einsteigen, sagte Präsident Macron.

Quelle: tagesschau.de