
Endlager für Zwischenmenschliches: EU plant Amazon-Prime-Retourenzentrum für Biographien
In Luxemburg wird wieder mit jenem chirurgischen Feingefühl debattiert, das man sonst nur von einer Abrissbirne in einer Porzellanmanufaktur kennt. Die Innenminister träumen von 'Return Hubs' – bürokratische Zwischenspeicher außerhalb der EU, die so effizient wirken wie ein WLAN-Router im tiefen Wald. Bundeskanzler Friedrich Merz, dessen Augenbrauen bereits eine eigene Grenzsicherungseinheit bilden, lässt ausrichten, dass Ordnung das halbe Leben sei und die andere Hälfte vorzugsweise in Nordafrika stattzufinden habe. Ceuta soll dabei nicht länger als Zaun, sondern als interaktives Mahnmal für europäische Gastfreundschaft fungieren. Man wolle die Menschen dort abholen, wo sie sind, und sie dann umgehend dorthin bringen, wo sie niemanden beim Mittagsschlaf stören. Logistik ist eben alles, wenn die Empathie gerade im EU-weiten Funkloch feststeckt.