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Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Jeff Bezos' kleiner Buchladen die Prime-Preise vor vier Jahren nicht einfach nach Gutsherrenart hätte anheben dürfen. Millionen Kunden können nun stolze Beträge zurückverlangen, die in der Summe fast für eine Packung Bio-Eier oder eine Minute Parken in der Münchner Innenstadt reichen. Während Verbraucherschützer zur Sammelklage blasen, als gälte es, die Bastille zu stürmen, zeigt sich die Bundesregierung unter Kanzler Merz gelassen. Man gehe davon aus, dass die erstatteten Kleinstbeträge unmittelbar in den Konsum fließen – vermutlich direkt zurück an Amazon für den Kauf von Ratgebern zum Thema Altersarmut. Ein historischer Sieg für das Rechtsempfinden, der sich ungefähr so wertvoll anfühlt wie ein Treuepunkt-Heft für eine Fluggesellschaft ohne Flugzeuge.
Wirtschaft

Sieg der Sammler: Amazon Prime Erstattung finanziert halbes Avocado-Toast

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Jeff Bezos' kleiner Buchladen die Prime-Preise vor vier Jahren nicht einfach nach Gutsherrenart hätte anheben dürfen. Millionen Kunden können nun stolze Beträge zurückverlangen, die in der Summe fast für eine Packung Bio-Eier oder eine Minute Parken in der Münchner Innenstadt reichen. Während Verbraucherschützer zur Sammelklage blasen, als gälte es, die Bastille zu stürmen, zeigt sich die Bundesregierung unter Kanzler Merz gelassen. Man gehe davon aus, dass die erstatteten Kleinstbeträge unmittelbar in den Konsum fließen – vermutlich direkt zurück an Amazon für den Kauf von Ratgebern zum Thema Altersarmut. Ein historischer Sieg für das Rechtsempfinden, der sich ungefähr so wertvoll anfühlt wie ein Treuepunkt-Heft für eine Fluggesellschaft ohne Flugzeuge.

01.10.2026, 16:00 · Ausgabe Nr. 897

Original Nachricht

Eine Preiserhöhung von Amazon Prime vor vier Jahren ist laut BGH-Urteil unwirksam. Kundinnen und Kunden können jetzt Geld zurückverlangen. Verbraucherschützer raten zur Sammelklage. Von Klaus Hempel.

Quelle: tagesschau.de