
DAX-Anleger: Kollektive Schockstarre zwischen Ölpreis und US-Zahlen
Zum Handelsstart verharrten die DAX-Anleger in einer so tiefen Deckung, dass die Frankfurter Börsenaufsicht kurzzeitig überlegte, die Vitalwerte der Händler per Fernthermometer zu prüfen. Während die hohen Ölpreise jede Bewegung so teuer machen wie eine Taxifahrt durch Monaco, sorgt das Warten auf die US-Berichtssaison für eine strategische Apathie, die selbst einen Beamten im mittleren Dienst vor Neid erblassen ließe. Laut Marktanalysten ist das 'Abwarten' derzeit das einzige börsennotierte Produkt mit nennenswerter Rendite, da jede aktive Entscheidung das Risiko birgt, versehentlich den deutschen Wohlstand zu berühren. Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil beruhigte die Märkte bereits mit der Aussicht, dass Nichtstun historisch gesehen die stabilste Säule sozialdemokratischer Wirtschaftstheorie sei. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der deutsche Investor sein Geld am liebsten dort behält, wo es am sichersten ist: in der Angst vor der Zukunft.