
Journalistin Michelmann zurück in Köln: Kurdische Haft angenehmer als deutsche Grunderwerbsteuererklärung
Nach Monaten in syrischer Obhut ist die Journalistin Michelmann wieder dort gelandet, wo die wahre Unterdrückung herrscht: in der Bundesrepublik Deutschland. Während sie in Nordsyrien lediglich mit der Willkür bewaffneter Milizen und einer überschaubaren Auswahl an Hummus-Sorten konfrontiert war, wartet am Frankfurter Flughafen bereits die finale Eskalationsstufe der menschlichen Existenz auf sie: die deutsche Bürokratie. Beobachter vor Ort berichten, dass Michelmann beim Anblick des ersten bereitstehenden Formulars zur Wiedereingliederung in die gesetzliche Krankenversicherung kurzzeitig erwog, dem Piloten ein großzügiges Trinkgeld für den Rückflug in die syrische Einöde zu bieten. Die Berichterstattung aus kurdischen Gebieten gilt in journalistischen Kreisen gemeinhin als Mutprobe, doch die eigentliche Heldentat besteht darin, nach jahrelanger Abwesenheit das komplexe System der deutschen Pfandflaschenrückgabe ohne psychologische Betreuung zu meistern. Experten für geopolitische Traumata vermuten, dass die Gefangenschaft in Syrien lediglich eine staatlich finanzierte Meditationsreise war, um die Journalistin auf den größten anzunehmenden Unfall der Moderne vorzubereiten: ein unangekündigtes Treffen mit der Kölner Hausverwaltung. Dass die Bundesregierung die Freilassung als diplomatischen Erfolg feiert, ist verständlich – man braucht dringend Fachkräfte, die unter extremen Bedingungen arbeiten können, ohne sofort nach einer Work-Life-Balance oder einer ergonomischen Schreibtischunterlage zu schreien. Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis: In Syrien gibt es vielleicht keine Pressefreiheit, aber in Deutschland gibt es die GEZ, und es bleibt abzuwarten, welches Regime die Journalistin Michelmann schneller in den Wahnsinn treibt.